Spiel-Impressionen 30jK (28mm) 23.09.21

Zwei Szenarien aus dem 30 jährigen Krieg

Letztens kam Hobbygroßmeister Don vorbei und das war die perfekte Gelegenheit, meine im Aufbau begriffene Figurensammlung für den 30jK zu bespielen.

Ich hatte mir zwei Szenarien überlegt bzw. herausgesucht. Das erste war ein Skirmish und das zweite ein kleines Gefecht.

Donnybrook: Überfall auf die Bastion

Don übernahm die kaiserliche Seite. Sein Auftrag war, in einer Nacht- und Nebel-Aktion sich an meine belagerte Bastion heranzuschleichen um so viele Kanonen wie möglich zu vernageln und damit unbrauchbar zu machen. Die Aufgabe meiner katholischen Garnison war, das zu verhindern und die Kommandoaktion abzuwehren.

Verträumt liegt die Bastion im Schlummer. Nur einige Wachposten ziehen müde ihre Runden. Aber oben schleichen sich einige Crabaten heran:

Rechts haben bereits einige Katholiken mit Pistolen und Granaten die Mauern erstiegen. Der Alarm wird ausgelöst und der Schauplatz erwacht zum Leben:

Rechts unten feuern einige Wachposten überrascht auf die Angreifer:

Die Wachposten werden im Handgemenge von den abgesessenen Kürassieren überwältigt, aber kaiserliche Verstärkungen können diese Bedrohung ausschalten:

Aber in der großen Kanonenbatterie läuft die Sache umgekehrt. Die Kroaten fangen unverzüglich damit an, die Kanonen unschädlich zu machen und wehren dabei jeden Vorstoss der Bewacher ab:

Selbst der schlaftrunkene Kommandant der Garnison, hoch zu Roß, mit Harnisch und Lanze (rechts) macht keinen Eindruck auf die Osteuropäer. Sein Angriff geht ins Leere und er wird unrühmlich niedergehauen:

Als sie genug Schaden angerichtet haben, ziehen sich die Katholischen wieder in ihre Belagerungsstellungen zurück:

Die Katholiken gewinnen dieses Scharmützel und erreichen, dass von den vielen Kanonen nur eine im anschließenden Gefecht gegen sie eingesetzt werden kann.

 

Findet die Furt:

Das 2.Spiel spielten wir direkt im Anschluss mit "Löwe aus Mitternacht" meiner Adaption für den 30jK des Crusader Miniatures-Regelwerkes.

In diesem Szenario schützt ein Fluss diese Seite der protestantischen Stellung. In einem Unwetter wurde die Holzbrücke zerstört. Es gibt eine Furt über den Fluss, aber keine Seite weis wo. Die Katholischen müssen die Furt finden, überqueren und einen Brückenkopf errichten, während die Protestanten auch die Furt finden müssen, um sie zu verteidigen. 

Don blieb bei den Katholiken und ich bei den Protestanten.

Anfänglich wurde viel manövriert und der Fluss ausgekundschaftet.

Die Katholiken fanden zuerst die Furt und überquerten sie mit ihren Crabaten.

Meine Truppen standen sich zu oft selbst im Wege. Es gelang die Kroaten tot zu schießen und eine kommandierte Musketiereinheit aus einer Hausruine zu vertreiben, aber die Verluste waren sehr hoch.

Bald brechen meine ersten Einheiten. Der Druck der Kaiserlichen/ Bayern (oben) steigt:

Bayrische Arkebusier-Reiter beschießen meine dezimierte Infanterie:

Tercio Alt-Tilly hat die Furt überquert. Darüber haben Pappenheims Kürassiere das zerstörte Gehöft zurück erobert:

Hier ein Blick über die verlassene Belagerungsstellung der Katholischen. Nur eine Kanone blieb am Flussufer zurück um aus sicherer Position den Gegner zu beschießen:

Standhaft halten meine letzten Infanteristen aus, aber mein Armeebruch ist erreicht und sie müssen sich geschlagen geben:

Es waren zwei sehr schöne Spiele, die in bester Stimmung stattgefunden haben. Auch wenn mich mein Würfelglück im Stich ließ und ich zweimal verlor, waren die Szenarien beide sehr unterhaltsam und auch spannend.