Armee der Schattenlande (Hordes of the Things 28mm)

Die Saga vom Claymore Schwert und der Horde des Things

In der altvorderen Zeit, als noch Götter und Helden über die Erde schritten und die Gebirge bebten vom Gebrüll wütender Drachen, riefen finstere Priester und Druiden am Rande der Chaoswüste zum großen Thing. Es folgten Tage und Nächte voll Gelage, Kämpfen und Blutopfern. Alsbald wurde beschlossen, eine Horde aufzustellen um das legendenumwobene Claymore-Schwert zu rauben und seinen Träger zu erschlagen.

Als Feldherr riss Lord Killarm die Macht an sich.

Er ritt durch sein Reich, scharte seine Schattenbarone um sich und sammelte seine Haustruppen.

Lord Killarm

Yggdars schwarze Horde stellte sich wie ein Mann hinter ihren Lehensherrn.

Kundschafter wurden ausgesandt um die wilden Orkstämme des Gebirges mit Versprechungen voll Gemetzel, Blutvergießen und Gold unter die Fahnen zu zwingen.

Uralte, mit Menschenblut besiegelte Eide sollten erfüllt werden und viele wurden gerufen, den Schattenbaronen Gefolgschaft zu leisten. 

(Fortsetzung folgt)

 

Anm.d.Verf.:

Wie man sieht hat es Wraith geschafft, mich für Hordes of the Things in 28mm zu begeistern. Als ich überlegte, welche Figuren ich verwenden wollte, fielen mir die vielen alten bei mir schlummernden Schätze von Claymore Saga und alten Warhammer-Figuren ein. Ich möchte beim Hintergrund eine Mischung zwischen der Claymore Saga-Story und Warhammer Fantasy haben, so dass ich eine Armee aufstelle, die alle möglichen "bösen" Völker enthalten kann.

Dankenswerterweise gibt es das Regelwerk auch her, da man nicht an feste Armeelisten gebunden ist.

Der Plan ist, (ur)alte Minis mit meinem heutigen Malstil zu kombinieren um eine Brücke zu schlagen, von der alten (guten?) Zeit zum heutigen Stand des Hobbys (ok, das klingt ein bischen schwülstig, aber immer noch besser als zuzugeben, dass ich mir nur das Geld für neue Figurenkäufe sparen will ;-)))

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Augustus 2021 AD:

Die kriecherische Kreatur schleifte ihren berobten verformten Körper über die schwarzen Marmorplatten und küsste die harten Stiefel des Lords, der auf dem mit Eisenschädeln verzierten Knochenthron saß. Die kaum noch menschenähnliche Kreatur winselte: "mein Lord Killarm, die Getreuen verlangen zur Erbauung von Euren Kämpfen und Questen zu hören. Es gedeucht mir ratsam, dass ihnen zu eurer eigenen Erhebung darüber kund getan wird."

Einem langen Augenblick unheilvoller Stille folgte ein kaum wahrnehmbares Nicken des schweren Helmes. Aus seiner Tiefe hallte schließlich eine tiefe dröhnende Stimme: "So sei es, mach dich auf in die untersten Katakomben und öffne das Buch des Wissens. Die Geschichten meiner Queste sollen ihnen Labsal sein und uns ihr Wohlwollen erhalten".

Mit einer Geste grenzenloser Unterwürfigkeit machte sich die kriecherische Kreatur davon, um den Willen ihres Herrn zu erfüllen. 

So höret denn die Questen der Armee der Schattenlande und dem Claymore-Schwert:

Als noch nichts von der großen weltenverwirrenden Seuche im Jahre 2019 zu erahnen war, sammelte Lord Killarm seine Mannen um ins ferne Morguntum zu ziehen. Dort sollten in den heulenden (Wein)Bergen ein Dutzend Armeen aus aller Herren Länder um Ruhm, Macht und Ehre streiten.

Das erste Zusammentreffen geschah in einer riesigen unterirdischen Kaverne mit den untoten Horden des alten Widersachers Wraith. Horden von Skeletten, Zombies und Ghulen (rechts) stellen sich der düsteren Armee der Schattenlande (links).

Links kommen die Verbündeten der Khorne-Chaosarmee von Sven dem Schrecklichen zur Hilfe, was die untoten Vampir-Ritter dazu zwingt, von der Hauptkampflinie abzuschwenken (links oben).

Irgendwie weichen meinem Nekromanten alle eigenen Truppen von der Seite und bald wird er von Verfluchten Klingenkämpfern und Ghulen umzingelt und ausgeschaltet.

Lord Killarm führt das Zentrum in den Kampf, sichert sich aber auch einen freien Weg nach hinten, da den Grünlingen nie zu trauen ist.

Zwei Regimenter Vampir-Ritter sind selbst für meinen Lord Varlak mit seinem Zombiedrachen zu viel und er fliegt zurück zum Stolleneingang und verlässt das Schlachtfeld.

Lord Killarm erkennt, dass hier nicht das Claymore-Schwert zu finden ist und bricht den Kampf ab.

Er führt seine Armee weiter durch enge Stollen und Tunnel.

Die untoten Legionen von Meisternekromant Strand sind die nächsten Gegner und müssen bezwungen werden.

Endlich ist der Weg freigekämpft und es geht wieder an die Oberfläche.

Aber dort warten die quirligen Hochelfen von Elfenprinz Frank B. Die Armee der Schattenlande wird erneut unterstützt. Diesmal von der gesamten Macht der Khrone-Armee (rechts oben).

Doch die schwerfälligen Kämpfer des Bösen werden der agilen Hochelfen nicht Herr.

Als auf Seiten der Hochelfen noch ein Drachenreiter mit seinem roten Drachen aus den tiefhängenden Wolken niederstößt und der Schattenarmee in den Rücken fällt, ist das Ende absehbar.

Just in diesem Moment erreicht Lord Killarm die Nachricht seiner Spione, dass in diesen kriegszerrissenen Ländereien nicht das legendäre Schwert zu finden ist.

Also bricht er die Schlacht ab und zieht mit den Resten seiner Streitmacht von dannen, um an einem anderen Tag und woanders nach dem legendären Schwert zu suchen.

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Das war ein schönes Event im Spätjahr 2019 als an zwei Tagen etwa 12 Spieler mit ihren 28mm Fantasy-Armeen ein Hordes of the Things-Wochenende bestritten.

Es war eine Kartenkampagne mit Schatzsuchen, magischen Gegenständen, Politik und Intrigen. Die Teilnehmer wurden in 3 Fraktionen aufgeteilt: einmal die Untoten, dann die Guten (Menschen, Elfen, Echsenmenschen) und die Bösen (Khorne-Chaoskrieger, Dämonen, Dunkelelfen und meine Schattenlande). 

Am Ende haben, glaube ich, die Untoten einen überragenden gemeinsamen Kampagnensieg eingefahren.