ECW Spielbericht Schottland PBM

ECW Spielbericht Schottland PBM

Spielbericht der finalen Schlacht eines kurzen Ostern/Corona-Krise Play-by-Email mit einem Spielleiter und 4 Spielern (Gen. Baillie, Lord Lovat gegen Marquis of Montrose und Alasdair McColla)

Hier die Kampagnenkarte. Das Spiel simuliert die Geschehnisse um die Schlacht von Aberdeen im September 1644 in Schottland.

Das Wargame wurde gespielt in 4 Teilen:

Früher Morgen:

Als erstes treffen die Iren und Highlander von McColla auf die Covenanter von Hugh Fraser, Lord Lovat.

McColla hat seine Highland Bodyguard (links im Bild) auf seine linke Flanke entsendet. Ein irrtümlich als rauhes Gelände eingeschätzter Flecken (oben begrast) entpuppt sich als normales gutes und ebenes Gelände.

Seine Iren gehen entlang der Straße vor. Langsam ruckelt sein Tross die Straße entlang (Planwagen links).

Frasers Covenanter mussten den Wald im Nordosten umgehen und ihre angespannte Artillerie in ihre Frontlinie ziehen, was nun abgeschlossen ist. Die Reiter Frasers sind auf dessen linker Flanke.

Mit einigem Abstand zum Rest trifft nach schnellem Ritt eine Einheit Lanziere der Covenanter und der Führung von General Baillie persönlich, auf der Straße im Westen ein (mitte links oben im Bild). Der Befehl ist, der Leibewache McCollas in den Rücken zu fallen. Diese hat aber mittlerweile das schwere Gelände erreicht (Feld rechts oben , Einheit mit den gelben Fahnen) und bedroht ihrerseits den Tross von Lord Lovat. (Planwagen rechts oben)

Die Covenanter haben eine Einheit Pike&Shot entgegengeschickt um zu versuchen, ihren Tross zu schützen.

Eine Einheit Iren von McColla ist dabei, mit dem eigenen Tross eine Art Wagenburg zu bauem um diesen nach hinten zu sichern (vor allem vor Baillies Reitern).

Der Rest der Iren marschiert auf Lord Lovat zu. Eine Einheit Iren ist schon leicht ungeordnet wegen dem gegnerischen Kanonenbeschuss (links).

Nach einiger Zeit treffen, zeitgleich mit Montrose, der Rest von Baillies Truppen ein (2x Pike&Shot, 1x Highlander Cambells, 1x leichte Art., ohne Tross) Sie kommen in Marschkolonnen von der Straße von Westen her (links oben auf der Karte).

Montrose kommt mit seinem gesamten Trupp (ohne Tross) (4x Highlander, 1x leichte Reiterei Moss Troopers) in Marschkolonnen von Süden (unten).

Zwischenstand:

 

Vormittag (Stand 24.04.)

Mc Collas Leibgarde (rechts am Wald) hat den Anmarsch durch das Feld gut überstanden, zumal das Gelände Deckung gab gegen den Beschuss der Einheit Covenanter, die im Freien auf sie warten. Die Leibwache hat die Covenanter angegriffen, diese hat aber den Sturmangriff gut weggesteckt. Beide Einheiten befinden sich im Handgemenge und beide Offiziere sind bei den Einheiten und geben moralische Unterstützung, zumal direkt hinter den Covenantern der Tross Frasers steht. Eine Einheit Iren hat eine Abwehrstellung um ihren Tross eingenommen, die restlichen beiden Einheiten marschieren auf Frasers Covenanter Pike&Shot zu. Die Iren haben den sporadischen Artilleriebeschuss bisher gut überstanden. Zu einem Problem für die Iren könnte Frasers Reitereinheit werden, die weit an der Flanke lauert um den Iren ggfs. in die Seite zu fallen. Baillies Lancers irgnorieren den Tross von McColla und sollen weiter in den Rücken von McCollas Leibwache reiten. Der Rest von Baillies frisch eingetroffenen Truppen erhält Befehl, gegen Montrose Front zu machen, ist zahlenmäßig aber klar unterlegen.Montrose gibt Angriffsbefehl auf Baillies Covenanter, nur seine leichte Reiterei soll die rechte Flanke vor Baillies Kavalleristen schützen (die aber nicht kommen werden). Eine Einheit Highlander besetzt vorsorglich den Hügel, hat aber Order, sofort nach vorn zu gehen, wenn sie dort gebraucht werden.  

Baillie sendet einen Kurier an Fraser und regt an, dass dieser seine Reiter in die Flanke von Montrose schickt, wenn er sie nicht selbst braucht. Der Kuriertest ergab aber, dass der Kurier verloren geht, aber vorher noch schnell die Nachricht vernichten kann. Stand

 

Mittag (26./27.04.):

McColla erkennt, dass der Vormarsch seiner Iren auf Frasers Stellung diese in eine überflügelte Position bringt. Er schließt sich daher den Iren an um sie zurückzuziehen in Richtung seines Trosses, Sumpf und Montrose.

Seine Leibgarde bleibt weiter im Nahkampf mit der Einheit Pike&Shot der Covenanter . Die Trossleute von Fraser sind wegen dem nahen Handgemenge davongelaufen, die Trosswagen sind zum stehen gekommen. Nach Anfangserfolgen werden die Covenanter überwältigt und in die Flucht geschlagen, McCollas Leibgarde fällt über den Tross her um zu plündern (rechts).

Baillies Reiterei im Rücken von McCollas Leibgarde, entschließt sich nach einigem zögern, das rauhe Gelände vor ihnen zu betreten (rechts oben), in der Hoffnung, der gegnerischen Leibgarde beim Plündern in den Rücken fallen zu können. Die Leibgarde ist aber, auch ohne ihren Anführer, diszipliniert genug, schon nach kurzer Zeit die Plünderung abzubrechen und sich auf die Reiterei auszurichten. Diese erkennt, dass sie die Highlander nicht mehr im Offenen erwischen kann und hat gehörige  Bedenken, im Gelände kämpfen zu müssen. Also drehen die Kavalleristen um und reiten auf dem selben Weg zurück, den sie gekommen sind. Sie haben außer einem Ritt über ¾ des Schlachtfeldes noch nichts erreicht.

Als Fraser erkennt, dass sich McCollas Iren zurückziehen, befiehlt er seinen verbliebenen Truppen, die Verfolgung aufzunehmen, während seine Artillerie den Iren beständig Kanonenkugeln nachschickt. Aber Alasdair McColla führt nun persönlich das Kommando und so bestehen die Iren die meisten Moraltests. Trotzdem wird eine irische Pike&Shot ungeordnet.
Als Frasers Reiter den Iren im Rücken gefährlich nahe kommen, befiehlt McColla eine 180° Drehung, aber die ungeordneten Iren bekommen die Umformierung nicht hin.  
Nachdem sich die gegnerische Reiterei aus dem rauhen Gelände zurückzieht, nimmt McCollas Bodyguard die Verfolgung der wegziehenden Covenanter auf, zumal sie dazu weiterhin in dem ausgedehnten umwachsenen Feld gut gedeckt ist.


Baillies Haupttrupp befindet sich mittlerweile in ernsten Schwierigkeiten: Montroses Highlander sind über den Hügel geströmt. Das Abwehrfeuer der Covenanter Pike&Shot und ihrer leichten Artillerie hat zwar einige Verluste verursacht, konnte aber die Highlander nicht stoppen.

Fast im ersten Anlauf wurde eine Pike&Shot-Einheit (ganz rechts) und die Artillerie (links daneben) überrannt. Diese Infanterieeinheit wird lange verfolgt, und vernichtet. Auch die zweite Pike&Shot-Einheit gibt im Nahkampf mit der nächsten Einheit Highlander bereits nach.

Mit genauem Musketenfeuer können Baillies Highlander vom Clan Campbell zunächst eine gegnerische Einheit dezimieren und in Unordnung bringen, im Nahkampf haben sie alle Chancen, den Gegner zu schlagen, versagen dann aber im entscheidenden Augenblick. Montrose persönlich kommt dann geritten und sammelt die royalistischen Highlander, die nun ihrerseits die Campbells in Unordnung bringen. Auch Montroses leichte Lanziere (links, auf der Straße) trauen sich jetzt näher heran, um den Covenantern entweder in den Rücken zu fallen oder Fliehende zu jagen.
Alles in allem ist Baillies Kommando kurz vor dem Kollaps.        

Nachmittag (Stand 28.04.20)


 

In der Folge werden Baillies Truppen von Montroses Highlandern (im Vordergrund) ohne besondere Schwierigkeiten im Nahkampf bezwungen und überrannt.

Baillie (rechts oben, blaues Banner, vor der leichten Reiterei) versucht sich von der fliehenden Masse zu lösen um zu seiner Kavallerie zu kommen, dies wird aber von Montroses leichten Reitern verhindert. Baillie muss mit seinen geschlagenen Campbell Highlandern fliehen. Aber obwohl sie mehrere Male kurz davor waren, gelang es Montroses Männern nicht, Baillie gefangen zu nehmen.
Trotzdem werden Baillies Covenanter von den flinkeren Highlandern erbarmungslos verfolgt und niedergemacht, so dass es Baillie nur noch mit seinem engsten Stab gelingt, in gestrecktem Galopp das Schlachtfeld zu verlassen.


 

Auf der anderen Seite des Schlachtfeldes schwankt das Glück hin und her: die ungeordnete Einheit der Iren wird durch den Beschuss von Frasers berittenen Pistolenschützen und Artillerie aufgerieben und zum Fliehen gebracht. Bailies Kavallerie hat das schwierige Gelände verlassen und bedroht nun eine weitere Einheit Iren in der Flanke.

Diesen bleibt nichts anderes übrig, als einen Igel zu bilden, um sich in alle Richtungen verteidigen zu können.
Die letzte Einheit Iren verlässt ihre Wagenburg, da von Baillies Schlachtfeldseite keine Gefahr mehr droht. Sie wollen ihre beiden bedrängten befreundeten Einheiten unterstützen.
Frasers Geschütze können ihr Feuer umdirigieren und das Karree beschießen.

Frasers Kanonen treffen wegen der geballten Masse an Leibern auch gut, so dass der Igel erst schwer ungeordnet und beim anschließenden Angriff von Frasers Reiterei auch sofort zersprengt wird.

Danach greifen Baillies Lanziere (oben, in Kolonne) die links oben in Kolonne fliehende Einheit der Iren an und treiben diese in den Tross (links, nicht im Bild). Die Reiter verfolgen und können nun doch noch McCollas Tross einnehmen.
Das erschüttert die Moral der ehemals als Verteidigung abgestellten Iren (linker Bildrand), so dass sie nach einigen Treffern von Covenanter Pistolenreitern (vorne mitte) und Artillerie auch davonlaufen.


 

Den Schlusspunkt setzt McCollas Leibgarde (mitte rechts, gelbe Fahne), die mittlerweile das umwachsene Feld durchquert hat und eine Einheit Covenanter (mitte, blaue Fahne mit weißem Kreuz) am Feldrand angreift. McColla persönlich stürzt sich in den Nahkampf und kämpft wie ein Löwe. Die Covenanter werden trotz Frasers Anwesenheit und Rückenunterstützung durch die linke Covenanter Infanterie (weiße Fahne) recht bald zerhauen und zum flüchten gebracht.

 
Das Gefecht ist zu Ende, aufgrund der hohen Verluste brechen die Truppen von Fraser, Baillie und MacColla. Nur die triumphierenden Highlander von Montrose behaupten das Feld.

Die Covenanter haben insgesamt noch 800 schwer demoralisierte Soldaten, während McColla  nur noch 250 Mann Leibgarde geblieben ist und das was er von seinen geflohenen Iren evtl. noch sammeln kann. Montrose befehligt noch ungefähr 1300 Highlander, so dass den Royalisten doppelt so viele Truppen geblieben sind wie den Covenantern.